Wichtiger Hinweis:
Diese Website wird in älteren Versionen von Netscape ohne graphische Elemente dargestellt. Die Funktionalität der Website ist aber trotzdem gewährleistet. Wenn Sie diese Website regelmässig benutzen, empfehlen wir Ihnen, auf Ihrem Computer einen aktuellen Browser zu installieren.
Zurück zur Einstiegsseite Drucken
Grössere Schrift
 

Regeste

Diese Zusammenfassung existiert nur auf Französisch.

SUISSE: Art. 3 CEDH. Renvoi d'un requérant d'asile vers l'Iran.

Le requérant est arrivé illégalement en Suisse et a demandé l'asile. Lors de deux audiences devant l'Office fédéral des migrations, il allégua avoir participé à des manifestations contre le gouvernement réprimées avec brutalité. En raison d'incohérences dans ses déclarations et de doutes sur l'authenticité de la copie d'un jugement le condamnant par défaut à une peine de sept ans d'emprisonnement et à septante coups de fouet, il fut sommé de quitter la Suisse.
La Cour relève la situation très préoccupante des droits de l'homme en Iran, notamment les fréquents mauvais traitements et détentions que les autorités infligent aux manifestants pacifiques contre le régime. Elle estime que le requérant a fourni des preuves propres à établir un risque réel d'être soumis à des traitements contraires à l'art. 3 CEDH et doit se voir accorder le bénéfice du doute pour les incertitudes résiduelles (ch. 56 - 69).
Conclusion: violation de l'art. 3 CEDH en cas de renvoi.



Inhaltsangabe des BJ


(4. Quartalsbericht 2014)

Verbot der Folter (Art. 3 EMRK) alleine oder in Verbindung mit dem Recht auf wirksame Beschwerde (Art. 13 EMRK); Ausweisung in den Iran.

Dem Beschwerdeführer, ein iranischer Staatsangehöriger, droht die Ausweisung in den Iran, wo er mit einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren und Auspeitschung wegen der Teilnahme an Demonstrationen gegen das Regime rechnen muss. Das Bundesamt für Migration wies das Asylgesuch ab. Es war der Ansicht, dass die Vorbringen des Beschwerdeführers aufgrund von Widersprüchen nicht glaubwürdig seien. Die vom Beschwerdeführer dagegen erhobene Beschwerde wies das Bundesverwaltungsgericht ab. Es stellte Widersprüche im Bericht des Beschwerdeführers fest und äusserte Zweifel an der Authentizität der Kopie des Urteils betreffend die behauptete Strafe. Nach Auffassung des Gerichtshofes sind die vom Beschwerdeführer beigebrachten Beweise geeignet, den Nachweis zu erbringen, dass ernsthafte Gründe für die Annahme bestehen, dass der Beschwerdeführer im Fall seiner Wegweisung einem realen Risiko einer Art. 3 EMRK widersprechenden Behandlung ausgesetzt wäre. Zweifel hinsichtlich der verbleibenden Ungewissheiten wirkten sich zugunsten des Beschwerdeführers aus. Die Regierung habe mögliche Zweifel, wonach der Beschwerdeführer im Fall seiner Wegweisung in den Iran einer Art. 3 EMRK widersprechenden Behandlung ausgesetzt wäre, nicht ausgeräumt. Verletzung von Art. 3 EMRK im Fall der Wegweisung (sechs gegen eine Stimme). Keine gesonderte Prüfung der Rüge gestützt auf Art. 13 in Verbindung mit Art. 3 EMRK erforderlich (sechs gegen eine Stimme).

Inhalt

Ganzes EMRK Urteil
Regeste (französisch)

Referenzen

Artikel: Art. 3 CEDH